ELFE Hauptseite

 

Liebe Freunde!

Endlich, am Vorabend des zehnten Jahrestages ist unser Traum in Erfüllung gegangen - unsere Webseite ist eingerichtet. Dazu gratuliere ich uns herzlich! Uns - das heißt der Leitung, den Pädagogen und den Mitarbeitern der Schule. Sie haben ihr ganzes Herzblut, ihr ganzes Talent und ihre ganzen Fähigkeiten in die Schaffung von diesem einmaligen Lern- und Kulturzentrum investiert. Und selbstverständlich gratuliere ich unseren geliebten Schülern und ihren Eltern. Jetzt können wir euch Auskunft geben und uns über unsere Wünsche austauschen. Und zwar nicht nur tête-à-tête oder bei Elternversammlungen, sondern auch in Form einer modernen virtuellen Plattform! Hurra!

Also...
Die Deutsch-Russische Kulturschule "ELFE" e. V. wurde offiziell am 14. April 2002 registriert und hat schon am 2. Mai hat ihre gastfreundliche Tür für die ersten Schüler geöffnet. Wir hatten niemanden, der uns etwas beibringen konnte, auch konnten wir nirgendwo Programme und Lehrpläne entnehmen... Wir waren die Ersten in unserem Bundesland und unter den ersten Einrichtungen dieser Art in Deutschland. Wir konnten uns nur auf unsere eigene pädagogische Erfahrung stützen, sowie auf die Kenntnisse, die wir in den Ländern der ehemaligen UdSSR erworben hatten. Als Basis wurde das Lehrprogramm des einzigartigen Kunstlyzeums der Stadt Charkiw genommen. Wir haben es überarbeitet in Bezug auf unsere Verhältnisse und unsere Kinder. Jeder Lehrer musste sowohl Schöpfer als auch Methodiker sein. Ich werde nie vergessen, wie wir da gesessen und "künstlerisches Ausschneiden" praktiziert haben. Das bedeutet folgendes: ein Dutzend verschiedener Lehrbücher wurden kopiert, die Fragmente unterschiedlicher Größe wurden ausgeschnitten, auf ein neues Blatt aufgeklebt und für die Kinder kopiert. Die Klavierlehrerin konnte nicht verstehen, wie man dem Kind das Spielen beibringen soll, ohne zusätzlich Solfeggiounterricht zu geben. Die Lehrerin der bildenden Kunst hat von mir Gouache verlangt und über deutsches Plastilin geschimpft. Und ich selbst konnte nicht akzeptieren, dass ich keinen individuellen Unterricht in Bühnenaussprache mit jedem Kind habe, sondern nur Gruppenunterricht und nur 2 Stunden pro Woche Theaterunterricht... Wie können wir unter diesen Bedingungen professionell lehren? Wie kann man da ein solches Ziel erreichen? Und unser Ziel war wirklich hoch – komplette ästhetische Erziehung und Bildung des Kindes! Hilfestellung bei der Integration leisten und dabei, die ursprüngliche Sprache und Kultur zu erhalten. Und währenddessen haben wir von den deutschen Behörden nur folgendes gehört: "Eure Kinder sollen nur Deutsch lernen. Mehr brauchen sie nicht". Ja, das Ziel war hoch und anscheinend unfassbar fern. Aber, wie man sagt, die Augen fürchten und die Hände machen. So haben wir es dann bis zum ersten Jahreskonzert unserer Schule geschafft. Und als wir auf der Bühne die Früchte unserer Arbeit gesehen haben, haben wir verstanden, dass Erfolg und erste Anerkennung zu uns gekommen sind. So wurde unsere Schule geboren.